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'Dissen' : eine interaktive Praktik zur Verhandlung von Charakter und Status in Peer-Groups männlicher Jugendlicher

  • Anhand einer konversationsanalytischen Untersuchung wird eine unter männlichen Jugendlichen weit verbreitete Praktik aggressiven Sprechens, das sog. gissen“, dargestellt. Die Untersuchung der sequenziellen Organisation, der Teilnehmerkonstellation und der spezifischen semantischen und gestalterischen Eigenschaften von ,Diss-Scquenzen‘ zeigt, dass,Dissen1 zur spielerischen Herabsetzung des Opponenten vor einem w-groi/p-Publikum abzielt. Dabei zeigt sich eine charakteristische Doppelstruktur von Spaß und Ernst: Entgegen der offiziellen Modali- sierung der Aktivität als unernst, stellt ,Dissen* ein prominentes Verfahren zur Verhandlung von Charakter, Status und moralischen Ansprüchen in jugendlichen peer-groups dar.

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frontdoor_oas
Metadaten
Author:Arnulf DeppermannORCiDGND, Axel SchmidtGND
URN:urn:nbn:de:bsz:mh39-27244
ISSN:0936-0271
Parent Title (German):Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie : OBST
Document Type:Article
Language:German
Year of first Publication:2001
Date of Publication (online):2014/06/18
GND Keyword:Jugendlicher; Kommunikation; Konversationsanalyse; Peer-Group; Umgangssprache; Verbalaggression
Volume:62
First Page:79
Last Page:98
Dewey Decimal Classification:400 Sprache / 430 Deutsch
Open Access?:ja
Linguistics-Classification:Soziolinguistik
Licence (German):Es gilt das UrhG