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Quantitative Verteilungen im Wortschatz. Zu lexikologischen und lexikografischen Aspekten eines dynamischen Lexikons

  • Das Lexikon menschlicher Sprachen basiert auf quantitativen Verteilungen, die sich am Zipfschen Gesetz orientieren: Wenige Lexeme werden extrem häufig verwendet und sehr, sehr viele Lexeme sind extrem selten. Auch funktional zusammenhängende Teilwortschätze wie Wörter einer bestimmten Wortart, Verben, die in einem bestimmten Argumentstrukturmuster auftreten, oder Komposita zu einem bestimmten Grundwort zeigen ähnliche Frequenzverteilungen, weisen aber auch jeweils typische Abweichungen von einer Zipfschen Verteilung auf. Zipfnahe Verteilungen sind charakteristisch für dynamische, selbstorganisierende Systeme, und Veränderungen im Wortschatz oder in Teilwortschätzen sind insofern auf der Basis solcher Verteilungen zu interpretieren. Der Artikel plädiert dafür, lexikologischen Sprachdokumentationen ein dynamisches Lexikonkonzept zugrunde zu legen, in dem die Verteilungscharakteristika als Grundlage der Wortschatzstruktur eine zentrale Rolle spielen.

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Metadaten
Author:Stefan Engelberg
URN:urn:nbn:de:bsz:mh39-34810
URL:http://www.degruyter.com/view/product/428467?rskey=lFmg76&result=1
ISBN:978-3-11-035881-0
Parent Title (German):Sprachwissenschaft im Fokus. Positionsbestimmungen und Perspektiven
Series (Serial Number):Jahrbuch / Institut für Deutsche Sprache (2014)
Publisher:De Gruyter
Place of publication:Berlin [u.a.]
Editor:Ludwig M. Eichinger
Document Type:Part of a Book
Language:German
Year of first Publication:2015
Date of Publication (online):2015/02/18
Reviewstate:Verlags-Lektorat
GND Keyword:Deutsch; Lexikographie; Worthäufigkeit; Wortschatz
First Page:205
Last Page:230
Dewey Decimal Classification:400 Sprache / 430 Deutsch
Leibniz-Classification:Sprache, Linguistik
Linguistics-Classification:Quantitative Linguistik
Open Access?:Ja
Licence (German):Es gilt das UrhG