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Spraakplaan Nedderdüütsch 2050: Über Herausforderungen bei der Konzeption

  • Der Bunnsraat för Nedderdüütsch und das Niederdeutschsekretariat verfolgen mit dem Spraakplaan Nedderdüütsch 2050 als langfristigem strategischen Rahmen die Stärkung des Niederdeutschen. Ausgehend von sprachplanerischen Modellen werden zentrale Herausforderungen in den Bereichen Status-, Korpus-, Erwerbs- und Prestigeplanung beschrieben und auf die aktuelle Lage des Niederdeutschen bezogen. Im Mittelpunkt steht die bisherige Schwerpunktsetzung auf Sichtbarkeit und Prestige, insbesondere durch Linguistic-Landscape-Interventionen in privatwirtschaftlichen und öffentlichen Kontexten. Anhand erster Modellprojekte im Südoldenburger Münsterland und im nördlichen Sachsen-Anhalt werden praktische Erfahrungen, Hürden und Potenziale solcher Sichtbarkeitskampagnen diskutiert. Der Beitrag zeigt, dass Sprachplanung für das Niederdeutsche nur als vernetzter, dezentraler und langfristig evaluierbarer Prozess gelingen kann und dass regionale Unterschiede systematisch berücksichtigt werden müssen.
  • The Bunnsraat för Nedderdüütsch and the Low German Secretary aim to strengthen Low German through the Spraakplaan Nedderdüütsch 2050, a longterm strategic framework. Drawing on language planning models, the plan identifies key challenges in the areas of status, corpus, acquisition, and prestige planning, and applies them to the current state of Low German. The focus is on the previous emphasis on visibility and prestige, particularly through linguistic landscape interventions in private sector and public contexts. Drawing on initial pilot projects in the Südoldenburger Münsterland region and northern Saxony-Anhalt, the article discusses practical experiences, obstacles, and the potential of such visibility campaigns. The paper demonstrates that language planning for Low German can only succeed as a networked, decentralized process that can be evaluated over the long term and that systematically considers regional differences.
  • De Bunnsraat för Nedderdüütsch un dat Nedderdüütschsekretariat wüllt dör den Spraakplaan Nedderdüütsch 2050 as langfristigen strateegschen Rahmen op dat Starkermaken vun Nedderdüütsch op dal. Op de Basis vun spraakplanersche Modellen warrt zentrale Rutfödderns in de Berieken Status-, Korpus-, Verwarvs- un Prestieschplanen beschreven un op de aktuelle Laag vun’t Nedderdüütsche betrocken. In’n Middelpunkt steiht, dat een betto vör all Sichtborkeit un Prestiesch as Swoorpunkten sett hett, sünnerlich dör Linguistik-Landscape-Interventschonen in privatweertschopliche un apentliche Kuntexten. Eerste Modellprojekten sünd in’t Süüdollnborger Mönsterland un in’n Noorden vun Sassen-Anhoolt ümsett worrn; de dorut resulteren praktschen Erfohrens, Hinnern un Potentschalen vun sodennige Sichtborkeitskampanjen warrt achterna diskereert. De Bidrag wiest, dat Spraakplanen för’t Nedderdüütsche man as vernetten, dezentralen un langfristig evalueerboren Perzess slumpen kann un dat een regionale Verschelen mitreken mütt.

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Metadaten
Author:Kevin Behrens
URN:urn:nbn:de:bsz:mh39-139545
DOI:https://doi.org/10.14618/sprachpol-2-2026_behr
ISSN:3054-6087
Parent Title (German):Sprachpolitik & Sprachenpolitik
Publisher:IDS-Verlag
Place of publication:Mannheim
Document Type:Article
Language:German
Year of first Publication:2026
Date of Publication (online):2026/07/22
Publicationstate:Veröffentlichungsversion
Reviewstate:(Verlags)-Lektorat
Tag:Sprachausbau
Low German; language development; language planning; visibility
Nedderdüütsch; Prestiesch; Sichtborkeit; Spraakplanen; Spraakutbo
GND Keyword:Niederdeutsch; Prestige; Sichtbarkeit; Sprachplanung; Sprachpolitik
Volume:1
Issue:2
First Page:89
Last Page:114
DDC classes:400 Sprache / 430 Deutsch
Open Access?:ja
Journals:Sprachpolitik & Sprachenpolitik / Sprachpolitik & Sprachenpolitik Jg. 1 (2026) H. 2
Licence (German):License LogoCreative Commons - Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland