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Gemeinschaft durch Reduktion. Über die Rolle der Stereotype bei interkulturellen Erstkontakten

  • Den Ausgangspunkt meiner Ausführungen bildet die These, daß Gemeinschaften sowohl eine konsolidierende als auch eine ausschließende Funktion erfüllen. Solche Gemeinschaften entstehen auch in Gesprächen zwischen den Vertretern unterschiedlicher Kulturen bei Erstkontakten. Sie werden mit Hilfe von Stereotypen aufgenommen, die sich auf Kulturen der Gesprächspartner als etwas Drittes beziehen. Das Einflechten von Stereotypen in Gesprächen dient auch in den kulturell relativ homogenen Gemeinschaften zur Erkundung von Grenzen der Vertrautheit, zur Bildung eines thematischen oder auch symbolischen Gesprächsraums. Die Berücksichtigung dieser gemeinschaftsbildenden Funktion der Stereotype bei Erstkontakten läßt die Gefahr vermeiden, sie bei der Kommunikationsanalyse zu reproduzieren. Sie eröffnet auch den Weg zur Analyse der Beständigkeit von Stereotypen trotz interkultureller Kontakte.

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Metadaten
Author:Bożena ChołujGND
URN:urn:nbn:de:bsz:mh39-139423
ISBN:3-8233-5138-9
ISSN:0949-409X
Parent Title (German):Polen und Deutsche im Gespräch
Series (Serial Number):Studien zur deutschen Sprache (8)
Publisher:Narr
Place of publication:Tübingen
Document Type:Part of a Book
Language:German
Year of first Publication:1997
Date of Publication (online):2026/07/20
Publishing Institution:Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) [Zweitveröffentlichung]
Publicationstate:Veröffentlichungsversion
Reviewstate:(Verlags)-Lektorat
Tag:Erstkontakt
GND Keyword:Deutsch; Gemeinschaft; Polnisch; Reduktion <Linguistik>; Sprachliches Stereotyp; Stereotyp
First Page:169
Last Page:179
DDC classes:400 Sprache / 430 Deutsch
Open Access?:ja
Licence (German):License LogoUrheberrechtlich geschützt