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Distanz im Kontakt. Über den schwierigen Umgang mit Störendem in deutsch-polnischen Begegnungen

  • Der Beitrag geht der Frage nach, in welcher Art und Weise offenkundig Störendes in Gesprächen zwischen deutschen und polnischen Studenten thematisiert wird. Anhand der Analyse von Interviewausschnitten, die mit polnischen Betreuern geführt wurden, wird gezeigt, daß beim Versuch, Störendes möglichst nicht zu benennen, leicht auf Verallgemeinerungen zurückgegriffen wird, die schnell auch Vorurteilscharakter annehmen können. Diese Verallgemeinerungen haben Schutzfunktionen insofern, als sie eine unmittelbare Auseinandersetzung mit den Erscheinungsformen des Störenden erübrigen und so vor möglichen Verletzungen schützen können. Sie verhindern aber einen offenen und gleichberechtigten Umgang miteinander und laufen so dem erklärten Ziel, Verständigung herzustellen, eher zuwider. Der Beitrag ist ein Plädoyer für mehr Offenheit und gegen eine „verordnte Harmonie“, die nur an der Oberfläche bleiben kann.

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Metadaten
Author:Mechthild ElstermannGND
URN:urn:nbn:de:bsz:mh39-139418
ISBN:3-8233-5138-9
ISSN:0949-409X
Parent Title (German):Polen und Deutsche im Gespräch
Series (Serial Number):Studien zur deutschen Sprache (8)
Publisher:Narr
Place of publication:Tübingen
Document Type:Part of a Book
Language:German
Year of first Publication:1997
Date of Publication (online):2026/07/20
Publishing Institution:Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) [Zweitveröffentlichung]
Publicationstate:Zweitveröffentlichung
Reviewstate:(Verlags)-Lektorat
GND Keyword:Deutsch; Distanz <Linguistik>; Gemeinschaft; Kontakt; Polnisch; Sprachdistanz; Student
First Page:144
Last Page:168
DDC classes:400 Sprache / 430 Deutsch
Open Access?:ja
Licence (German):License LogoUrheberrechtlich geschützt