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Transitionspraktiken in Theaterproben mit Fokus auf Interventionen

  • In Theaterproben entwickeln Beteiligte gemeinsam eine Inszenierung, die zur Aufführung gebracht wird. Ein wesentliches Mittel dazu ist das Vorspielen von Teilen des Stücks und das anschließende Besprechen. Dies geschieht üblicherweise in Rollenteilung: Die Schauspielenden führen Teile des Stücks vor, während die Regie zuschaut und gegebenenfalls interveniert, woran sich Besprechungen anschließen können. Dieser Teil von Theaterproben, in dem abwechselnd vorgespielt und besprochen wird, haben wir Spielprobe genannt (siehe Einleitung zu diesem Themenheft). Eine wesentliche interaktionsorganisatorische Aufgabe von Spielproben besteht für die Beteiligten darin, Schauspielaktivitäten und Besprechungsaktivitäten miteinander zu verzahnen. Dies geschieht durch Transitionspraktiken, die das Spiel entweder unterbrechen oder wieder eröffnen. Der vorliegende Beitrag untersucht Transitionspraktiken in Spielproben als ein konstitutives Moment ihrer interaktiven Organisation. Fokussiert werden Praktiken, die das Spiel unterbrechen, so genannte Interventionen. Nach einer detaillierten Fallanalyse, die eine prototypische Transition vom Spiel ins Besprechen und zurück ins Spiel veranschaulicht (Kap. 4.1/4.2), widmet sich der Rest des Beitrags der Analyse einer Kollektion von Interventionen. Es zeigt sich, dass Interventionen normativen Orientierungen unterliegen und verwendete Praktiken hinsichtlich verschiedener Dimensionen (etwa Ursache/Grund der Intervention) systematisch variieren.
  • In theatre rehearsals, participants jointly develop a performance. An essential part for this is the performance of parts of the play and the subsequent discussion. The actors perform parts of the play while the director watches and intervenes if necessary, after which discussions can follow. We have called this part of theatre rehearsals, in which alternating performances and discussions take place, a play rehearsal (see introduction to this special issue). An essential interaction organizational task of accomplishing rehearsals is to intertwine performance parts and discussion parts. This is done through transition practices that either interrupt or reopen the play. This paper examines transition practices in play rehearsals as a constitutive moment of their interactive organization. The focus is on practices that interrupt the play, so-called interventions. After a detailed case analysis that illustrates a prototypical transition from performance into discussion and back into performance (chapters 4.1/4.2), the rest of the article is devoted to the analysis of a collection of interventions. It turns out that interventions are subject to normative orientations and that the practices used vary systematically with regard to different dimensions (such as cause/reason of the intervention).

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Metadaten
Author:Axel Schmidt
URN:urn:nbn:de:bsz:mh39-102938
URL:http://www.gespraechsforschung-online.de/fileadmin/dateien/heft2020/si-schmidt.pdf
ISSN:1617-1837
Parent Title (German):Gesprächsforschung: Themenheft Instruktionen in Theater- und Orchesterproben
Publisher:Verlag für Gesprächsforschung
Place of publication:Göttingen
Editor:Maximilian Krug, Monika Messner, Axel Schmidt, Anna Wessel
Document Type:Article
Language:German
Year of first Publication:2020
Date of Publication (online):2021/01/22
Publicationstate:Veröffentlichungsversion
Reviewstate:Peer-Review
Tag:Gesprächsforschung; Instruktionen; Interventionen; Spiel; Spielprobe; Transitionspraktiken
GND Keyword:Bühnenanweisung; Darstellendes Spiel; Inszenierung; Kommunikationsanalyse; Theaterprobe; Theaterstück
Issue:21
First Page:190
Last Page:237
DDC classes:400 Sprache / 430 Deutsch
Open Access?:ja
BDSL-Classification:Sprache im 20. Jahrhundert. Gegenwartssprache
Leibniz-Classification:Sprache, Linguistik
Linguistics-Classification:Pragmalinguistik / Kommunikationsforschung
Program areas:P1: Interaktion
Licence (German):License LogoUrheberrechtlich geschützt